Wir haben eine neue Möglichkeit, wie ihr unseren Verein ganz nebenbei noch unterstützen könnt!
Falls ihr bei Zooplus bestellen möchtet, könnt ihr über den Button den Zooplus-Shop besuchen und spendet damit so ganz nebenbei einen kleinen prozentualen Teil eures Einkaufs unserem Verein, welches wiederum den Tieren zu Gute kommt!


Aktuelle Meldungen finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite:


Immer wieder werden wir gerufen, wenn jemandem ein Tier zuläuft, oder jemand ein Haustier
findet. Dabei handelt es sich dann um "Fundtiere".
Die gesetzliche Grundlage dafür findet sich im BGB§965 ff in Verbindung mit BGB §90a und TSchG §2, wonach nicht nur verloren gegangene Gegenstände dem Fundbüro gemeldet werden müssen, sondern auch gefundene Tiere, die dann artgerecht zu versorgen und unterzubringen sind. Dies bedeutet natürlich auch im Umkehrschluss, dass verloren gegangene Haustiere beim Fundbüro angefragt werden können.

Bei der Fundtiermeldung müssen verschieden Angaben gemacht werden, daher haben wir hier einen Vordruck erstellt, der diese berücksichtigt:


Fundtiermeldung


Das örtliche Fundbüro ist meist in den Verbandsgemeindeverwaltungen der Gemeinden oder der Stadverwaltung in Städten ansässig und oft dem Ordnungsamt dort unterstellt. 

(wird überarbeitet)

Außerhalb der jeweiligen Öffnungszeiten ist dann die zuständige Polizeidienststelle zu informieren:   Bitburg  0 65 61 / 96 85-0 (nur bei absoluten Notfällen!)

Das Problem ist nur, dass leider häufig die öffentlichen Behörden ihre Zuständigkeit leugnen - vor Allem, wenn es um Tiere geht!
Nicht zuletzt um die entstehenden Kosten zu vermeiden. Die Fundbüros sind nämlich dazu verpflichtet, die Fund"sachen" ordnungsgemäß unterzubringen, Schaden von ihm abzuwenden und den Werterhalt zu gewährleisten.
Dies bedeutet bei Fundtieren, dass Sie auch für die artgerechte Unterbringung, die Futterkosten und notwendige, tierärztliche Behandlungen aufkommen müssen!


Das zuständige Landes-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten (kurz:  MULEF) in Mainz, hat daher bereits in der Vergangenheit einen Erlass zur Behandlung von Fundtieren, an die entsprechenden Behörden verfasst:
 
Anweisung zur Behandlung von Fundtieren durch das Landesministerium Mainz


Gut ausgestattete Fundbüros haben auch ein Chiplesegerät, mit dessen Hilfe man eine evtl. Registrierung und somit den Besitzer, ermitteln kann. Außerdem werden Fund"sachen" auch in den jeweiligen Mitteilungsblättern der Verbandsgemeinden veröffentlicht, sodass die Person, die das Tier verloren hat, auch die Möglichkeit bekommt, es wieder zu finden.

Auch deutsche Gerichte haben sich schon mit dieser Thematik befassen müssen:

Hier die aktuellen
Rechtssprechungen:

Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg vom 23.04.2012, AZ: 11 LB 267/11

Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen, 4. Kammer vom 27.02.2012, AZ: 4 K 2064/11 GI

Urteil des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 12.01.2011, AZ: 3 L 272/06


Vor Allem durch das letzte Urteil des OVG Lüneburg vom 23.04.2012 wurde endlich klar gestellt, dass im Zweifelsfall - also herrenloses Tier oder besitzerloses Tier - die Verbandsgemeinden zu Gunsten des Tieres zu entscheiden haben!
Dieses Argument hat daher seine Wirkung endgültig verloren!

                                                  
Wenn nun aber die Fundtiermeldung "anerkannt" wird, stellt sich häufig die Frage nach der artgerechten Unterbringung der Tiere.
Schwierig im Eifelkreis, denn wir haben nunmal kein Tierheim und keine Tierauffangstation vor Ort!
Oft werden die Tiere deswegen zum Eifeltierheim Altrich oder Tierheim Trier-Zewen verbracht.

Häufig wird sich daher aber momentan auf den Kompromiss geeinigt, dass das Tier vorerst beim Finder unterkommen kann, bis der Besitzer gefunden ist. Dies entzieht die Behörden aber nicht von ihrer Pflicht zur Übernahme der Kosten für Unterkunft, Verpflegung und notwendige, ärztliche Versorgung!
Für diese Kosten kommt die Behörde für min. 4 Wochen komplett auf. Der Finder sollte dazu noch wissen, dass der Besitzer ein Herausgaberecht auf sein Tier hat von 6 Monaten.
Nach diesen 6 Monaten kann der Besitz, falls gewünscht, zum Finder übergehen. Ansonsten muss eine alternative Unterbringung und Vermittlungsstelle gefunden werden.

Alleine am Beispiel "Fundtierrecht" kann man erkennen, wie viel Arbeit im Bereich Tierschutz im Eifelkreis noch zu bewältigen ist, bevor - zumindest in diesem Bereich - alles ordnungsgemäß "läuft"...


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                                          Tiersuchverzeichnis


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Am 22.09.2012 lief auf VOX in der Sendung "HundKatzeMaus" aus folgender Beitrag mit hilfreichen Tipps, was unternommen werden kann, wenn ein Tier verloren gegangen ist oder jemandem ein Tier zugelaufen ist: